Sarda

ein Genuss für alle Sinne!

Sarda
Insel-Impressionen_Sarda-Moto-Tours
Insel-Impressionen_Sarda-Moto-Tours
Insel-Impressionen_Sarda-Moto-Tours

Über die Insel

Smaragdgrün bis türkisfarben leuchtet das Meer an feinen Sandstränden. Kontrastriert vom dahinter liegenden Hügelland mit seiner dunklen Macchia und weißen Granitfelsen. Und der gewaltigen Punta la Marmora, mit immerhin 1834 Metern der höchste Berg Sardiniens im Gennargentu-Gebirge – Sardinien ist schlichtweg ein Traum für den begeisterten Motorradfahrer!

Ob kurvige Küstenstraßen oder Touren durchs Gebirge: Sardinien, die zweitgrößte Insel Italiens im westlichen Mittelmeer, bietet von allem etwas und mehr. Der Beruf des Straßenbauers muss hier entstanden sein und sie waren allesamt Motorradfahrer: Genial geschwungene Kurven, griffiger Asphalt und im Inneren der Insel kaum Verkehr. Obendrein die Möglichkeit, immer wieder anspruchsvolle Offroad-Strecken im Gebirge und an der Küste zu befahren.

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Info über Sardinien

Sardinien im Telegram

Größe, Lage und allgemeines

Ausdehnung: Fläche von 24.089,89 km²: nach Sizilien die zweit-größte Mittelmeerinsel, Länge ca. 270 km, Breite ca. 145 km

Bevölkerung: 1.663 Mio. Einwohner

Hauptstadt: Cagliari

Sprache: Italienisch, Großteil der Bevölkerung spricht einen sardischen Dialekt

Flagge: Rotes Georgskreuz auf weißem Grund und in jedem der vier Quadranten mittig ein schwarzer Mohrenkopf mit einer weißen Binde auf der Stirn (früher über den Augen)

Klima: Mediterran. Frühling und Herbst sind warm, Sommer sehr heiß, Winter angenehm. In den Bergen kann Schnee fallen

Gesten/Körpersprache: Mit dem Zeigefinger in der Wange bohren. Bedeutung: „schmeckt gut“, oder als Fragestellung „Schmeckt es gut?“ Als Antwort reicht ein Nicken

Mit der Hand übers Kinn streichen. Bedeutung: „Ist mir egal“, „interessiert mich nicht“

Alltagsbegriffe:
Eja = Ja
Ajó = los, beeil‘ dich

Kulinarische Spezialitäten

Peccorino: Schafskäse

Casu Marzu: überreifer Schafskäse mit Fliegenmaden

Pane Carasau: dünnes getrocknetes Hirtenbrot, das auch Carta di Musica (Notenpapier) genannt wird

Pane Guttiau: wie Pane Carasau mit Olivenöl

Porcheddu: gegrilltes Spanferkel

Culurgionis: Nudelspezialität

Malloreddus: Nudelspezialität

Fregola: eine körnige Pasta (ähnlich Couscous)

Salsiccia: sardische Bratwurst (meist mit Fenchelgeschmack)

Seadas/Sebadas: Süßspeise, in Olivenöl gebackene Käsetaschen mit Honig

Dolci Sardi: Sardisches Gebäck

Pardulas: frische Käseküchlein mit Safran, Vanille, Zitronen- oder Orangenschalen gewürzt

Bottarga: getrockneter Rogen, verwendet mit Nudelgerichten

Cannonau: starker Rotwein

Monica di Sardegna: Rotwein

Vermentino: Weißwein

Ichnusa: DAS einheimische sardische Bier!

Mirto dunkel: dunkelroter Likör, hergestellt aus den Beeren der Myrte-Pflanze

Mirto weiß/hell: leicht gelblicher Likör, hergestellt aus den Blättern und Blüten der Myrte-Pflanze

Limoncello: süßer Zitronenlikör

Filo e Ferru: sardischer Grappa

Eine Liste der wichtigsten Städte

Es gibt einige sehr schöne Regionen und Städte auf Sardinien. Nachfolgend nun ein paar Städte, welche größtenteils schön anzuschauen sind und zum Anderen ggf. wichtige Punkte für euere Reise sind:

# Cagliari…

…die grösste und gleichzeitig Haupt- und Metropolitanstadt Sardiniens.

…ist gleichzeitig Studentenstadt.

…liegt im Süden der Insel.

…bietet als besonders Sehenswertes die Altstadt, das Castello mit dem Blick über die Stadt und auf den Hafen, sowie die Via Roma am Meer mit ihren schönen Häusern und Arkaden.

…s Stadtstrand mit seinem weißen Sand, dem türkis-blauem Meer und seinen Strandbars ist auf jeden Fall ein Besuch wert.

…feiert Anfang Mai das größte Fest der Insel, die Sagra di Sant‘ Efisio.

# Olbia…

…gilt als die moderne Hafenstadt.

…liegt im Nordosten der Insel und nur wenige Kilometer südlich der Costa Smeralda mit Ihren traumhaften Stränden und dem bekannten Yachthafen, Porto Cervo.

…ist für Reisende durch Hafen und Flughafen die Ankunftsstadt Sardiniens.

…bietet neben ein paar Museen ansonsten nur wenig Sehenswertes.

# Alghero…

…liegt im Nordwesten der Insel.

.gilt allgemein als eine der schönsten Städte Sardiniens.

…s Stadtbild und Kulinarik ist durch den 400 jährigen spanischen Einfluss geprägt. In den Restaurants werden häufig katalanischer Gerichte serviert.

…schöne Altstadt gleicht mit ihren trutzigen Mauern einer großen Festung und lädt zum bummeln und genießen durch die kleinen Läden und Cafés ein.

# San Teodoro…

…liegt im Nordosten der Insel, ca 20 KM südlich von Olbia.

…s langer weißer feinkörniger Sandstrand lädt zum Bad im herrlich blauen, flach abfallendem Meer ein.

…s täglicher Markt bietet handwerkliche sardische Kunst. Am Abend gibt es häufig Feste mit viel Livemusik.

…hat kulturell nicht viel zu bieten.

# Villasimius…

…liegt am südöstlichsten Punkt Sardiniens, ca. 50 KM östlich von Cagliari.

…erreicht man, aus Cagliari kommend, über eine beeindruckende Küstenstraße mit einem sehr schönen Blick auf das kristallklare Meer und die weißen Sandstrände zwischen den Felsformationen.

…und in der die Region umgibt einen der typischer Duft von Myrte, Wacholderbeeren und Ginster.

…ist bekannt für seine sehr freundliche und Kinderfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten.

# Nuoro…

…ist nichts schön, aber dennoch sehenswert.

…bildet den geographischen Mittelpunkt Sardiniens.

…wurde auf einem Granitplateau des Riu d‘ Oliena Tals erbaut.

…s alter Stadtkern mit seinen engen Gassen, Winkeln und Granithäusern zeigt noch Spuren der dörflichen Prägung aus dem 12. und 13. Jahrhundert.

…ist seit 1779 Bischofssitz.

# Oristano…

…liegt an der westlichen Küste.

…zeichnet sich durch einen provinziellen Charakter aus.

…ist keine herkömmliche Touristenstadt.

…ist eine historische kleine Stadt.

…lohnt sich in jedem Fall zu besuchen.

# Castelsardo…

…wurde auf einer felsigen Halbinsel im Norden Sardiniens erbaut. Auf dem höchsten Punkt des Ortes erhebt sich das „Castel Gevonese“.

…ist ein sehr interessanter historischer Ort und bietet mit seinen hohen Wehrmauern eine fantastische Kulisse.

…sollte man gesehen haben.

# Orgosolo…

…liegt südlich von Nuoro, im mittleren östlichen Teil der Insel.

…gilt noch immer als das berüchtigtste Banditendorf Sardiniens.

…ist berühmt und die grösste Attraktion des „Banditendorfs“ sind die „Murales“, die berühmten Wandgemälde Orgosolo´s, die über Ausbeutung, Repression, Krieg und Politik, aber auch über das einfache Hirten- und Dorfleben erzählen.

…Sie setzen sich für die Erhaltung der Sardischen Sprache ein oder enthalten sogar Werbebotschaften. Banditenstadt deswegen, weil die Renitenz der Orgolesen eine Legende ist, die mit Blut geschrieben wurde. Jeder gegen jeden, Tötung und Vergeltung, das lange Zeit nicht aufzuhalten war.

…und der Ruf des Banditendorfs sollte man auch heutzutage nicht ganz ausser Acht lassen. Nehmt Eure Jacken Helme und Handschuhe mit… lasst nichts unbeaufsichtigt an Euren Motorrädern.

Meer, Strand, Natur...

Meer und Strand

Das klare blaue Wasser des Mittelmeers formte eine Küste mit unzähligen Klippen und Buchten. Abgeschiedene Meeresarme wechseln sich ab mit goldenen Sanddünen, in denen Stolzlilien und Zitronen blühen, oder zerklüftete, ins Meer stürzende Klippen. Das bekannteste Urlaubsgebiet ist die weltberühmte Costa Smeralda, deren Luxusvillen und hübsche Sandstrände Besucher faszinieren. Andere beliebte Gegenden sind die Küste südlich von Olbia mit der geschützten Cala Gonone und die südöstliche Spitze der Insel nahe Villasimius (von Cagliari leicht erreichbar). Küstenstreifen wie die abgeschiedenen Buchten zwischen Orosei und Arbatax und das südwestliche Gebiet zwischen Baia Chia und Oristano sind noch unberührt.

Egal wie der Strand aussehen soll, Sardiniens Strände bieten eine enorme Vielfältigkeit an Strände und Buchten, so dass jeder seinen persönlichen Traumstrand auf der Insel findet.

Sei es der lange unendlich erscheinende weiße feine Sandstrand?

Sei es ein Strand mit Dünen?

Sei es die kleine versteckte Bucht.

Sei es der feine oder grobe Kieselstrand.

Sei es die steile schroffe Küste.

Soll das Meer schnell abfallen.

Soll das Meer nur langsam tiefer werden.

Sardiniens Strände bieten für jeden einzelnen den optimalsten und genialsten Strand.

Vegetation, Grotten, Höhlen, Nuraghen und Sarazenen-Türme auf Sardinien

# Vegetation

Das Faszinierende auf Sardinien ist die Vielfältigkeit der Insel. Egal ob Meer und Strand, egal ob Bergmassiv und Panorama, egal ob Hochebene, Schluchten, Felder oder Wald, auf Sardinien erfährt man vom Meer über toskanisches Ambiente hoch auf die Berge, durch Wälder und über Felder auf Hochebenen die ursprüngliche Natur.

Sardinien beherbergt eine artenreiche Tierwelt mit seltenen Vogelarten und vielen Wildtieren. Die sardische Regierung schuf zum Schutz von Flora und Fauna verschiedene Naturschutzgebiete und Nationalparks (Parcours Nationale dell’Arcipelago di la Maddalena und Gennargentu National Park)

Die Begegnung mit verschiedenen Tieren, auf der Straße oder auf dem Feld ist obligatorisch.

Wild- und ausgewilderte Hauswildschweine, Rinder, Ochsen, Esel und Pferde, Ziegen und Schafe laufen oftmals frei über die Natur Sardiniens und kreuzen hier und da unsere Wege.

Die ursprüngliche Umgebung, die aromatischen Düfte von Kräutern und Pflanzen, wie Lavendel, Myrte, Rosmarin und Thymian schaffen eine unvergesslich bleibende Komposition aus Bildern und Gerüchen.

Die Farbenvielzahl der blühenden Ginster, Oleander und vieler bunter Blumen und Pflanzen ist mehr als beeindruckend.

# Grotten und Höhlen

Ein schier undurchschaubares unterirdisches Labyrinth von Höhlen und Grotten erstreckt sich durch Sardinien. Die Unterwelt Sardiniens ist durchflutet von fantastischen, teilweise touristisch erschlossenen Höhlen unter den Bergketten entlang den Küsten.

Bislang können ca. 300 Höhlen und Grotten besucht werden. Ob von Land aus, oder mit Booten, auf jeden Fall mit Stirnlampen ausgerüstet kann es in bis zu 10 km langen Grotten ins innerste Sardiniens gehen.

# Nuraghen und Sarazenen-Türme

Die Nuraghe bestand zunächst aus nur einem Turm aus hohen Steinblocks, ohne Mörtel. Später wurden weitere Türme hinzugefügt und durch Wälle verbunden. Die Nuraghen, oft von einem Dorf und einer Mauer umgeben, dienten als Wohnungen und Festungen. Das Nuraghenvolk nutzte die nahe dem Meer stehenden Türme, um ankommende Angreifer und Eroberer frühzeitig zu sichten und sich daraufhin ins Landesinnere zurückzuziehen. Es gibt keine Spuren einer Schriftsprache, doch in Gräbern und heiligen Brunnen wurden über 1500 Bronzefiguren gefunden.

Die auf Sardinien runden, am Meer errichteten Sarazenen-Türme, wurden von Genueser, Pisanern und später Spaniern errichten um feindliche Schiffe und Piraten frühzeitig zu erkennen.

 

Über Sardiniens Straßen

Zu den Straßen und Verkehrsverhältnissen auf Sardinien empfehlen wir nachfolgenden Link:

http://wikitravel.org/de/Sardinien

….ergänzend hierzu können wir sagen, dass Sardiniens Straßen für Motorradfahrer ein absolutes Highlight sind. Nicht nur, dass die Straßen regelmäßig instand gehalten werden, es wird bislang auf der Insel zum Ausbessern der Straßen KEIN Bitumen (Ihr wisst, die schmierigen schwarzen Streifen auf den Straßen?) verwendet.

Zudem sind die Straßen mit einem sehr rauen Belag asphaltiert (zu empfehlen sind immer Reifen mit genügend Profil) was naturgemäß einen sehr hohen Verschleiß bedeutet, aber dadurch auch einen übermäßig großen Fahrspass und Vertrauen in Motorrad und Strasse nach sich zieht.

Außer den ungewöhnlich gut intakten Straßen sind, und das machen die Insel für uns Motorradfahrer so wahnsinnig interessant, unendlich viele Kurven zwischen den weit auseinander liegenden Dörfern und Städten…. zum schwindelig fahren. Es gibt wenige Spitzkehren, dafür fliessende Kurvenkombinationen, teilweise über 30-40 km ohne Unterbrechung.

Geschichte Sardiniens

„Furat chie venit da’e su mare“ – das wahrscheinlich älteste überlieferte Sprichwort der Sarden bedeutet übersetzt: „Wer übers Meer kommt, will uns bestehlen“. Dieser kurze und bündige Satz kann als Resümee für die Geschichte Sardiniens gelten und trifft den Nagel genau auf den Kopf, da die Vergangenheit der Insel überwiegend von Raubzügen, Eroberern und Kolonialmächten gekennzeichnet ist. Da damit stets Unterdrückung, Ausbeutung und oftmals auch Versklavung einherging, stellt sich die sardische Geschichte oft sehr blutig und grausam dar.

Die ersten Siedler sollen die Insel vor 450 000 bis 150 000 Jahren über einen natürlichen Damm erreicht haben, der einst die Toskana mit Sardinien verband. Eine Reihe aufeinander folgender Kulturen ging in der Zivilisation der Nuragher auf. Diese Stämme von Schafhirten und Kriegern lebten in Nuraghen, runden Steinwohnungen, die von Festungsmauern umgeben waren. Über die Insel verstreut findet man 7000 Nuraghen, einige davon in ausgezeichnetem Zustand, wie z. B. die Su-Nuraxi-Siedlung in Barumini. In der Folge gaben sich fast alle kulturell hochentwickelten Völker aus dem näheren Umkreis der Insel quasi die Klinke in die Hand. Die Phönizier und Punier wurden von den Römern und Byzantinern abgelöst; aus Afrika warfen die Sarazenen begehrliche Blicke auf die Insel und von Italien her wurde Sardinien von Genua und Pisa zur Arrondierung des Herrschaftsgebiets dieser Städte auserkoren. Spanien und Frankreich wollten dabei nicht zurückbleiben und schickten die Herzöge von Savoyen-Piemont, um ihren Teil vom Kuchen Sardinien abzubekommen. Das Schlusslicht bildeten die Italiener selbst; sie sind letztendlich bis heute hier geblieben. Dennoch betrachten sich die Sarden als eigenständiges Volk, dem es durch die Jahrtausende hindurch immer wieder gelungen ist, ein noch so kleines Fünkchen Souveränität zu bewahren – und sei es zeitweise nur in den Köpfen und Herzen der stets wehrhaften und zähen Inselbevölkerung.

Die unterschiedlichen Kulturen prägten Kunst, Architektur und das kulturelle Leben Sardiniens. Auf der Insel verstreut finden sich prähistorische Wohnungen und Festungen der frühesten Einwohner, alte, in Fels gehauene Gräber und romanische Kirchen, ähnlich denen von Pisa oder Lucca. Oft wurden eingeführte Kunststile wie die Altargemälde in der spanischen Retablo-Tradition später wieder aufgegriffen und in einem charakteristisch sardischen Stil weiterentwickelt. Nach dem Risorgimento wurde Sardinien Teil des neu geschaffenen italienischen Staates.

Im 20. Jahrhundert wurde auch Sardinien von der Industrialisierung und den Anfängen des Fremdenverkehrs erfasst, der sich bis heute stetig weiterentwickelte. Die meisten Besucher kommen wegen der weißen Strände und der tiefblauen See.

Das Wetter in Sardinien